Ein kleines Kuscheltier zum Schmusen, für Kleinkinder gibt es kaum etwas das mehr beruhigt. Schon immer hat man dieses Bild vor Augen: das Kind liegt in der Krippe und das Stofftier daneben. Eine Freundschaft, die es so schon seit Jahrhunderten gibt, als das erste Stofftier die Welt erblickte. Seitdem ist viel Zeit vergangen, das Stofftier wird heute noch selten von Hand genäht. Stattdessen hat eine riesige Industrie mit einer Maschinerie und damit verbundenen Massenproduktion die Welt erobert. Doch obwohl das Kuscheltier im Preis günstig ist, hat diese Entwicklung ihren Preis. Oft werden die Stofftiere mit gefährlichen Chemikalien behandelt, die für Kinderspielzeug eigentlich tabu sein sollten. Ein aktueller Test der Stiftung Warentest fördert erschreckendes zutage.
Von 7 getesteten Plüschtieren war nur eines in der Kategorie „Schadstoffe und Sicherheit“ als ungefährlich eingestuft worden. Alle anderen Stofftiere sind stark belastet, vor allem mit dem polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff kurz PAK. Diese entstehen bei unvollständiger Verbrennung organischer Materialien. Über Weichmacheröle und Rußpigmente gelangen diese dann in das Spielzeug. Da es als krebserzeugend, fruchtschädigend oder erbgutverändernd gilt hat es hier nichts verloren. Die Richtlinien sind aber nicht streng genug limitiert, so kämpft das Bundesinstitut für Risikobewertung in der EU für einen noch strengeren Grenzwert.
Beim aktuellen Test konnte nur die plüsch-Hello-Kitty überzeugen. Diese gilt als nicht mit Schadstoffen belastet. Die anderen getesteten Plüschtiere wie das Althans Meerschweinchen, die Diddl Mimihopps, der Eddy Toys Plüschlöwe, der heunec Sandmännchen Pitti, das Ikea Gosing Golden und der Kuschel-wuschel Pudel in der Tasche von Karstadt haben alle den Test nicht bestanden. Sie alle waren mit PAK als stark belastet eingestuft worden. Aber auch Stofftiere von Steiff (der Teddybär Victor 22) und Toys’r’us (Animal Alley Floppy Shih-Tzu) wurden als gefährlich eingestuft. Als sehr stark mit Schadstoffen belastet galt der Teddy Marienkäfer von JMV und der Trendy Plüschhase aus dem Tedi. Hingegen der Plüschaffe von sigikid hatte andere Mängel: bei Kontakt mit offenem Feuer ging dieser viel zu schnell in Flammen auf.
Wie können Eltern nun ihre Kinder vor solchem Spielzeug schützen? Man sollte in jedem Fall immer auf Testergebnisse von fachkundigen Zeitschriften und Magazinen achten. Außerdem sollte ein Plüschtier im besten Fall komplett ohne Plastikaugen und andere kleine Plastikteile auskommen und nur aus Stoff bestehen. Nach dem Kauf sollte das Spielzeug zuerst immer gewaschen werden, bevor es in Kinderhände gegeben wird. Wenn man Plüschtiere online kaufen möchte, sollte man auf Bewertungen anderer Käufer achten.




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